E-Mobilität und autonomes Fahren im Mittelpunkt
Stichwort E-Mobilität: Während der Tank eines Verbrenner-Autos nur einen Füllstandsanzeiger braucht, enthält ein Batteriesystem jede Menge Steuerung. Moderne Hochvolt-Systeme erfordern zudem eine Abschirmung und Sicherheitssysteme, die Batterien für herkömmliche Fahrzeuge nicht benötigten. Das muss verdrahtet werden, hat also Auswirkungen auf die Komplexität der Bordnetze. Dazugehörige Prozesse müssen neu aufgestellt werden, neue Systemlieferanten sind einzubinden. Das alles mit begrenzten personellen Ressourcen, während der Zeitdruck zum „Start of Production“ eher noch zunimmt.
Der Trend zum autonomen Fahren vervielfacht die Sensor-und Steuerungstechnik noch. Neue Normen müssen berücksichtigt werden, etwa zum Gewährleisten der funktionalen Sicherheit. Dabei gilt es, den Entwicklungsprozess nachvollziehbar zu machen und systemische Fehler zu vermeiden. Hierzu ist Datenanalyse unerlässlich. Genau das ist mit herkömmlichen Tools unmöglich, weil sich auf Schaltbildern längst nicht alle Daten abbilden lassen, die für automatisiertes Auswerten nötig sind. In Engineering Base lässt sich dagegen jede Komponente mit beliebig vielen Attributen erweitern, alle auswertbar. Das datenzentriertes Bordnetzmodell von Engineering Base ist im gesamten Entwicklungszyklus übergreifend für alle Beteiligten – auch per Webservice – transparent und aktuell, das verkürzt Laufzeiten. Offenheit und Flexibilität für neue Prozesse, Normen und wachsende Komplexität machen Engineering Base zukunftssicher.
Wasserstoffhersteller unterstützen
Wachstum auf anderer Ebene treibt die Hersteller von Elektrolyseuren um. Wegen des steigenden Wasserstoff-Bedarfs wollen sie schnellstmöglich mehr Anlagen für mehr Megawatt liefern können. Doch dafür lassen sich nicht wie in der Prozessindustrie etwa Reaktoren einfach größer konzipieren. Die Hersteller setzen auf hoch standardisierte Module zum „Zusammenklicken“, deren Output sich durch Multiplizieren der Module skalieren lässt. Der international gefragte Elektrolyse-Experte SUNFIRE attestierte Engineering Base bereits, dass so manche Arbeit nun statt sechs Monaten nur sechs Wochen braucht, vor allem dank der disziplinübergreifenden „Datenheimat“. Die erlaubt es auch, komplette, weil ebenfalls disziplinübergreifend als Einheit entwickelte, qualitätsgeprüfte Module vorzuhalten.
Herausforderung dezentrale Energieerzeugung
Nur wenn der zur Elektrolyse notwendige Strom aus regenerativen Quellen stammt, bezeichnet man den entstandenen Wasserstoff als „grün“. Aber ob zur H2-Produktion, für andere Industrien oder private Haushalte, der Ökostrom muss überhaupt ankommen. Dazu sind die Netzbetreiber unter starkem Druck, weil sie durch die dezentralisierte Energieerzeugung – statt eines regionalen Kraftwerks jetzt Hunderte von Solar-, Windkraft- oder Biomasse-Anlagen – ihre Netzkapazitäten massiv erweitern müssen. Gleichzeitig ändert sich die Technik in den Umspannwerken in den nächsten Jahren so tiefgreifend, dass herkömmliche, zeichnungsorientierte Tools keine Chance mehr haben, sie abzubilden. Auch hier punktet wieder das zentrale Datenmodell von Engineering Base zusammen mit den jahrzehntelangen Erfahrungen aus der Energieverteilung, die in die Plattform eingeflossen sind.
Auch die Prozessindustrie baut um
Engineering Base unterstützt die Prozessindustrie bei der effizienten Planung und Weiterentwicklung ihrer Anlagen – über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Das ist insbesondere bei der Modernisierung bestehender Anlagen von Bedeutung: Weltweit stellen Betreiber ihre Produktionsprozesse auf neue Energieträger, Rohstoffe oder Produkte um, unter anderem mit dem Ziel, Emissionen zu reduzieren und Ressourcen effizienter einzusetzen. Gleichzeitig wächst mit der zunehmenden Bedeutung der Kreislaufwirtschaft der Bedarf an Recyclinganlagen.
Für diese Um- und Ausbauten benötigen Betreiber eine konsistente und aktuelle digitale Informationsgrundlage. Engineering Base unterstützt sie dabei, bestehende Anlageninformationen weiterzuverwenden, Änderungen nachvollziehbar umzusetzen und die beteiligten Engineering-Disziplinen miteinander zu verbinden.


