18.08.2026

Die Ausgangslage:

Hersteller in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie stehen unter zunehmendem Druck durch Aufsichtsbehörden, Anteilseigner und Verbraucher. Die Branche ist mit wachsenden Anforderungen an Rückverfolgbarkeit, hygienisch kontrollierte Produktion, strengere Kennzeichnungsvorschriften und Informationspflichten gegenüber Verbrauchern konfrontiert. Gleichzeitig erhöhen Vorgaben zu Verpackung und Abfall, steigende Energiekosten und Fachkräftemangel die betriebliche Komplexität.

Die Herausforderung:

Technische Informationen sind häufig auf verschiedene Dokumente, Zeichnungen, Tabellen und isolierte Systeme verteilt. Die Folge sind ineffiziente Prozesse, eingeschränkte Transparenz, inkonsistente Daten und steigende Risiken in Engineering, Produktion, Instandhaltung, Modernisierung und Compliance.

Die Lösung:

EB ist die Plattform als Single Source of Truth für Projektierung, Betrieb und Brownfield-Transformation. Sie schafft eine nahtlose Durchgängigkeit von P&IDs, Messkreisen, Stromlaufplänen, I/O-Daten, Betriebsmittelinformationen, Berichten und As-Built-Dokumentation – von FEED bis zum Betrieb.

Der Nutzen:

Engineering Base integriert Prozessplanung und Betrieb in einer einzigen, konsistenten Datenbank. Dadurch können alle Fachdisziplinen parallel arbeiten, Änderungen bleiben nachvollziehbar und Fehler lassen sich frühzeitig erkennen. Das Ergebnis: schnelleres Engineering, bessere Datenqualität und ein effizienterer Anlagenbetrieb.

Die Lebensmittel- und Getränkeproduktion wird immer komplexer. Kürzere Produktlebenszyklen, saisonale Rezepturen, wechselnde Verpackungsformate, steigende Hygienestandards und Anforderungen an die Transparenz der Lieferkette zwingen Hersteller dazu, Anlagen und Produktionslinien schneller denn je anzupassen. Gleichzeitig müssen eine stabile Produktion, Auditierbarkeit und betriebliche Zuverlässigkeit jederzeit gewährleistet sein.

Eine häufig unterschätzte Herausforderung besteht darin, dass technische Informationen noch immer auf getrennte Systeme, Dokumente und Datenquellen verteilt sind. Dadurch entstehen Datensilos, manueller Aufwand und Inkonsistenzen, die Projekte verlangsamen, Risiken erhöhen und die Kosten des Nichtstuns kontinuierlich steigen lassen.

Fragmentierte Daten bremsen den Fortschritt

Die Folgen sind mangelnde Transparenz, eine ineffiziente Projektabwicklung und erheblicher manueller Dokumentationsaufwand. Gleichzeitig steigen die „Kosten des Nichtstuns“ weiter: Verteilte Daten, isolierte Tools und mangelnde Nachverfolgbarkeit erhöhen die Betriebskosten, verzögern Modernisierungsprojekte und steigern das Fehlerrisiko bei Audits, Produktionsänderungen und Anlagenmodifikationen.

Engineering Base (EB) von AUCOTEC begegnet diesen Herausforderungen, indem technische Informationen aus unterschiedlichen Fachdisziplinen und Systemen auf einer gemeinsamen digitalen Grundlage zusammengeführt werden. Anstatt isolierte Dokumente zu erstellen und zu pflegen, erhalten Unternehmen eine konsistente Informationsbasis, die über den gesamten Anlagenlebenszyklus hinweg aktuell, nachvollziehbar und wiederverwendbar bleibt.

So entsteht ein digitaler Zwilling der Anlage, der von Engineering-Fachdisziplinen ebenso genutzt werden kann wie von Systemen für BIM, 3D, ERP, PLM/PDM, DMS, Simulation, Steuerung und Instandhaltung. Als „Single Source of Truth“ bietet EB eine durchgängige digitale Grundlage – von frühen Anlagenkonzepten und FEED über Prozess-, Elektro-, Instrumentierungs- und Automatisierungs-Engineering bis hin zu Inbetriebnahme, Betrieb, Instandhaltung, Änderungen, Modernisierung und zuverlässiger As-Built-Dokumentation.

Vorteile auf einen Blick

  • Effiziente Zusammenarbeit: Engineering, Produktion, Instandhaltung und externe Partner arbeiten mit denselben aktuellen Informationen. Änderungen werden transparent dokumentiert und automatisch in allen relevanten Ansichten, Dokumenten und Berichten abgebildet.
  • Durchgängiges Engineering: P&IDs/R&I-Schemata, Messkreise, Stromlaufpläne, I/O-Daten, Betriebsmittellisten, Berichte und As-Built-Dokumentation sind über ein konsistentes Datenmodell miteinander verbunden.
  • Modulares Engineering und Wiederverwendung: Disziplinübergreifende Typicals, Varianten und wiederverwendbare Module helfen dabei, wiederkehrende Anlagenstrukturen zu standardisieren, den Engineering-Aufwand zu reduzieren und die Projektabwicklung zu beschleunigen.
  • Offener Plattformansatz: Über standardisierte Schnittstellen und Webservices integriert Engineering Base Informationen aus BIM, 3D, ERP, PLM/PDM, DMS, Simulation, Steuerungs- und Instandhaltungssystemen in eine gemeinsame digitale Grundlage.
  • Compliance und Produktionszuverlässigkeit: Die Plattform stellt die Datenqualität, Versionskontrolle und Nachverfolgbarkeit bereit, die für Audits, hygienische Produktionsumgebungen, Qualitätsmanagement und regulatorische Anforderungen erforderlich sind.
  • Produktiv trotz Fachkräftemangel: Durch die Automatisierung wiederkehrender Engineering-Aufgaben und den zentralen Zugriff auf technisches Know-how hilft EB bestehenden Teams, effizienter zu arbeiten und wertvolles Fachwissen zu bewahren.
  • Digitale Grundlage für KI: Ein vollständiges und strukturiertes Asset-Datenmodell ermöglicht künftige KI-Anwendungen, Analysen und intelligente Engineering-Unterstützung, einschließlich einer schnelleren Migration von Bestandsdokumentationen in nutzbare Engineering-Objekte.
  • Integration von Bestandsdaten: Vorhandene Anlagendokumentation und Bestandsdaten können in Engineering Base integriert, strukturiert und wiederverwendet werden. So entsteht eine verlässliche digitale Grundlage für Modernisierung, Instandhaltung und künftige Projekte

Sicherheit von Anfang an integriert

Für Hersteller in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie ist ein sicherer und zuverlässiger Anlagenbetrieb entscheidend. Produktionsumgebungen sind eng mit Produktqualität, Verbrauchersicherheit, Markenreputation und regulatorischer Compliance verknüpft. AUCOTEC verfolgt einen konsequenten Security-by-Design-Ansatz, der Sicherheitsanforderungen bereits in der Konzept- und Entwicklungsphase berücksichtigt. In Verbindung mit externen Sicherheitsvalidierungen hilft Engineering Base Unternehmen dabei, Compliance-Anforderungen effizient zu erfüllen und den Auditaufwand zu reduzieren.

Dank seines offenen, datenzentrierten Ansatzes und der Anbindung an bestehende Systeme eignet sich Engineering Base für ein breites Spektrum von Anwendungen in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie, darunter:

  • Zuckerproduktion und Bioethanolanlagen
  • Getränkeproduktion und Brauereianlagen
  • Milchproduktion und -verarbeitungsanlagen
  • Lebensmittelverarbeitung sowie Zutaten- und Spezialitätenproduktion
  • Versorgungsanlagen, Medienversorgung, verpackungsbezogenes Engineering und Anlagenmodernisierung

Darüber hinaus bildet EB die digitale Grundlage für Initiativen zur Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Hersteller können technische Zusammenhänge transparenter analysieren, Optimierungspotenziale erkennen und Energieverbrauch, Ressourceneinsatz und den CO₂-Fußabdruck ihrer Anlagen reduzieren.

In der Praxis bewährt

Führende Unternehmen und Engineering-Partner in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie sowie in der Prozessindustrie profitieren bereits von Engineering Base:

  • Südzucker nutzt Engineering Base als zentrale Engineering-Plattform über mehrere Standorte und Geschäftsbereiche hinweg – von Zucker und Bioethanol bis hin zu Stärke und Nahrungsmittelzutaten. Durch die Zusammenführung von Prozess-, Elektro- und Instrumentierungs-Engineering in einer gemeinsamen Umgebung hat Südzucker einheitliche Standards etabliert, die Zusammenarbeit verbessert und eine verlässliche Grundlage für Anlagendokumentation, Instandhaltung und zukünftige Weiterentwicklung geschaffen.
  • IPRO setzt auf Engineering Base, um Engineering- und Migrationsprojekte für Kunden in der Prozessindustrie umzusetzen. Durch die Verbindung umfassender Engineering-Expertise mit einem datenzentrierten Ansatz unterstützt IPRO Anlagenbetreiber dabei, Bestandsinformationen zu konsolidieren, die Datenqualität zu verbessern und eine zukunftsfähige Engineering-Umgebung aufzubauen.
  • Nordzucker nutzt Engineering Base als zentrale Engineering-Plattform an seinen europäischen Standorten. Mit einer Softwareumgebung für alle Engineering-Abteilungen, einem einheitlichen Schulungskonzept und Schnittstellen zu ERP- und Dokumentenmanagementsystemen hat Nordzucker konsistente Engineering-Standards etabliert und die Zusammenarbeit über Teams und Lieferanten hinweg verbessert.

Engineering Base bietet der Lebensmittel- und Getränkeindustrie die Stabilität und Flexibilität, die erforderlich sind, um regulatorische, betriebliche und wirtschaftliche Veränderungen zu bewältigen. Der datenzentrierte Ansatz und die offene Konnektivität reduzieren Risiken, senken Lebenszykluskosten und schaffen die Grundlage für kontinuierliche Verbesserungen, nachhaltigen Betrieb und zuverlässige Produktion über den gesamten Anlagenlebenszyklus hinweg.