Entspannung für das Engineering

Siemens Mittelspannung plant datenzentriert und disziplinübergreifend

Die Lösungen und Produkte der Mittelspannungssparte von Siemens – luft- oder gasisolierte Schaltanlagen für den Einsatz überall auf der Welt – sind weltweit verbreitet. Ihre Hauptaufgabe ist sichere und wirtschaftliche Energieverteilung. Da die technischen Anforderungen und die Ansprüche an verlässliche Energieversorgung seit Jahren steigen, ebenso wie die Komplexität der aufeinander abgestimmten Siemens-Systeme, entschied das Unternehmen, von einem dokumentenorientierten ECAE-Tool auf die datenbankbasierte Plattform Engineering Base (EB) umzusteigen.

Datenzentrierung optimiert Prozesse

„Wir wollten ein System, mit dem wir Prozesse optimieren und stärker automatisieren können. Die Evaluierung war völlig offen, aber wir haben uns wieder für AUCOTEC-Software entschieden, auch weil wir uns als langjährige Partner vertrauen“, sagt Andrea Forster, die als Industrietechnologin EBs Vorgänger gut kennt und bereits im Hochspannungsbereich von Siemens Energy an der Einführung von EB beteiligt war. 2019 wurde sie als Expertin für den Systemwechsel zur Mittelspannung geholt. Heute bildet sie EB-Poweruser aus und ist dort DIE Ansprechpartnerin für das Handling der Plattform. EBs Spektrum bei der Schaltanlagenplanung reicht von Single Line über die Schaltunterlagen, das Layouting des Schranks bis zum Routing. „Mit EB sparen wir nicht nur das extra Layouttool, sondern können auch nahtlos die Drahtlängenberechnung in EB vornehmen. Das spart Material und Geld“, so Forster.

EB automatisiert

„EBs bereichsübergreifende Einsatzfähigkeit bietet die Möglichkeit, Prozesse zu vereinheitlichen, Synergien zu schaffen und steigert dadurch die Qualität“, freut sich die Industrietechnologin und erzählt, dass quasi alle Engineering-Prozesse analysiert werden, um EBs volles Potenzial auszuschöpfen. Zum Beispiel lassen sich Single-Line-Diagramme oder Floor Cutouts auf Basis der Projektstruktur und eingesetzten Geräte automatisiert erstellen. Zudem arbeitet das Engineeringteam an der Modularisierung seiner Standardschaltpläne, um von EBs Advanced Typical Manager (ATM) optimal zu profitieren und auch die Schaltplanentwicklung weitestgehend zu automatisieren.

Zukunft inklusive

Außerdem schätzen die Mittelspannungs-Profis EBs Offenheit für ergänzende Systeme, etwa für Bestellungen, 3D oder Fertigungsmaschinen, die EBs Daten direkt umsetzen. „Das minimiert Fehler, sodass die Konstrukteure Zeit gewinnen und die Produkte an Qualität“, meint Andrea Forster und ergänzt: „Von den in EB generierten Daten sollen so viele Bereiche wie möglich profitieren. Zudem ermöglicht das Datenmodell auch neue Lösungen, etwa den künftigen Einsatz künstlicher Intelligenz. Für uns war der Wechsel der richtige Schritt in die Zukunft.“

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