© BVG / Oliver Lang

EB macht BVG-Straßenbahnen digitaler

Wartung und Umbau mit AUCOTECs datenzentrierter Engineering-Software

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) AöR sind Deutschlands größter ÖPNV-Anbieter. 2017 beförderte das Unternehmen erstmals mehr als eine Milliarde Menschen in seinen Bussen, Fähren, Straßen- und U-Bahnen - das sind über 2,9 Millionen Fahrten pro Tag. Eine wichtige Voraussetzung, um die Menschen sicher und verlässlich durch Berlin und das Umland zu bringen, ist die regelmäßige Wartung und Erneuerung des Fuhrparks.

Daher wartet die BVG ihre Straßenbahntechnik jetzt mit Engineering Base (EB) von AUCOTEC. Das System hebt die Digitalisierung der Bahnen auf eine neue Ebene und schafft Synergieeffekte, auch bei Umbauten. EBs Verschmelzen bisher unterschiedlicher Datenquellen zu einer einzigen verkürzt den Dokumentationsaufwand deutlich.

Änderungen „vererben“

Zunächst wird die Dokumentation von 150 der über 350 BVG-Straßenbahnen verschiedener Generationen und Hersteller zu EB als „Single Source of Truth“ migriert und digital aufgewertet. Die rund 230 Mitarbeiter der vier BVG-Werkstatt- und Servicestandorte erhalten anschließend direkten Zugriff auf diese zentrale Quelle. „Das Einpflegen der vielen komplexen Änderungen wird wesentlich einfacher und auch umfassender als bisher“, erklärt Georg Hiebl, AUCOTEC-Produktmanager für den Bereich Mobility.
Grundlage dafür ist EBs Datenmodell. Da Pläne und Listen „nur“ verschiedene Repräsentanzen der einmalig im Modell gehaltenen Objekte sind, müssen Änderungen nur an einer Stelle eingegeben werden und „vererben“ sich in jede disziplinspezifische Abbildung. Mit diesem stets aktuellen, umfassenden Digital Twin der Bahnen entfallen fehleranfällige Datenübergaben. Und erstmals sind rechnergestützte Kontrollläufe möglich.

Know-how sichern

„Der Generationswechsel findet nicht nur im Engineering-System statt, sondern auch im Engineering-Team. In den nächsten Jahren gehen viele erfahrene Experten, die die Bahnen auch ohne Pläne bis zum letzten Schütz kennen - und mit ihnen ihr Know-how“, so BVG-Bereichsleiter Rico Gast. Deshalb baut der Bereich auf das neue, intuitiv verständliche digitale Abbild der Bahnen.

Von Dokumenten zu Daten

Die Bestandsdaten-Migration ist der erste Schritt der BVG von filebasierten Dokumenten zu direkt nutzbaren Objekten in einer Datenbank. Ein Pilotprojekt, in dem die Papierpläne und PDFs eines Schienenschleifers mit EB digitalisiert, aktualisiert und aufbereitet wurden, zeigte, dass die Qualität der Daten, ihre Verfügbarkeit und die Übersichtlichkeit erheblich gewonnen haben. Künftige Neufahrzeuge sollen von vornherein in EB geplant werden.

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