Equinor setzt auf Datenzentrierung im Engineering

© Equinor ASA

Digitale Transformation mit EB

Offshore-Experte setzt auf Datenzentrierung im Engineering

Rückgrat der Anlagendaten

Equinor ASA, ehemals Statoil, ist einer der weltweit größten Offshore-Betreiber, der auch Raffinerien und Windparks unterhält. Das Unternehmen befindet sich in einem Transformationsprozess, in dem aus den traditionell Dokumenten-orientierten Lifecycle-Informationen zu den Anlagen hochdigitale, zentral verwaltete Daten werden. Sie sind viel leichter aktuell zu halten, und die Wartung wird deutlich erleichtert. Daher entschied sich der norwegische Offshore-Experte, seine Anlagen ab sofort mit der datenzentrierten, kooperativen Plattform Engineering Base (EB) zu digitalisieren und zu warten.

„Wir sind sehr stolz, mit Engineering Base das Rückgrat für die Daten zu Equinors Anlagen und ihre Wartung zu liefern. Wohl nicht ganz zufällig wurde das EB-Projekt dort ‚Spine‘ genannt“, sagt Uwe Vogt, Vorstand bei Aucotec. „Dass Equinor zu den großen Neukunden gehört, die wir mit EBs Bandbreite überzeugen konnten, ist eine herausragende Bestätigung für unser Team“, betont Vogt. Von FEED über Basic- und Detail-Engineering, Leitsystem-Konfiguration und Cause-&-Effect-Unterstützung bis Maintenance deckt das System sämtliche Kerndisziplinen des prozesstechnischen Engineerings ab.

Maintenance deutlich beschleunigt

Equinor Seemann arbeitet mit EB© Equinor ASA

Equinor startet die Arbeit mit EB am Projekt der neuen Ölbohrplattform Johan Sverdrup, die im Januar 2020 mit der Ölförderung begann. Sie erschließt ein riesiges Ölfeld rund 160 km vor Stavanger, dessen Kapazität voraussichtlich für rund 50 Jahre reicht. Entsprechend lange muss auch die aus mehreren Plattformen bestehende Anlage möglichst effizient arbeiten und eine stets aktuelle Dokumentation aufweisen.

„Equinor rechnet mit einer deutlichen Vereinfachung und damit auch Beschleunigung der Maintenance-Aufwände. Änderungen und die Zusammenarbeit mit den vielen Subkontraktoren, ob im Projektierungsbereich oder im Betrieb, sind mit dieser einzigartigen ‚Master Engineering Database‘ sehr viel einfacher und konsistenter umzusetzen“, erklärt Aucotec-Vorstand Vogt. Dazu werden zurzeit mehr als 350.000 Johan-Sverdrup-Dokumente zu EB migriert und dort digital aufbereitet.

Der komplette digitale Zwilling

Da sämtliche Disziplinen von EBs objektorientierten Anlagenmodell abgedeckt werden, müssen Änderungen nur einmal zentral eingegeben werden. Jede Repräsentanz des geänderten Objekts wird automatisch aktualisiert. „Auf diese Weise enthält EB tatsächlich den kompletten digitalen Zwilling mit all seinen Logiken, nicht nur eine Teildisziplin“, so Vogt. „Neben EB war aber auch das ganze Aucotec-Team sehr überzeugend“, ergänzt er.

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