OHB AIT Team beim Harness Check

OHB wählt Aucotec-System für seinen Harness-Bereich
Zentralisiertes Engineering für Satelliten-Verkabelung

© OHB System AG

Die OHB System AG, eines der drei führenden Raumfahrtunternehmen Europas, hat sich zur Planung seiner Satelliten-Kabelbäume für Aucotec entschieden. Engineering Base (EB) sei die optimale Plattform, um zentralisiert alle elektrischen Systemverbindungen zu definieren und kalkulieren, heißt es bei OHB.

Das Unternehmen gehört zum börsennotierten Hochtechnologiekonzern OHB SE mit rund 2000 Mitarbeitern an den Standorten in Bremen und Oberpfaffenhofen. Mit mehr als drei Jahrzehnten Erfahrung ist OHB spezialisiert auf High-Tech-Lösungen für Raumfahrt, Wissenschaft und Industrie. Das Hauptgeschäftsfeld sind erdnahe und geostationäre Satelliten. Die Galileo-Navigationssatelliten, Wetter-, Umwelt- und Telekommunikationssatelliten gehören u. a. ebenso zum Portfolio wie die Mitarbeit an der Internationalen Raumstation ISS.

Verlässliche Daten

Integration Galileo FOC-Satellit, OHB System, Bremen© OHB

Andreas Lindenthal, Vorstandsmitglied der OHB System AG, zur Entscheidung für EB: „Wir brauchen absolut verlässliche, konsistente Daten, und zwar jederzeit für jeden Bearbeiter. Das neue System, das wir exklusiv im gesamten Harness-Bereich einsetzen, hat dafür mit seiner zentralen Datenbank beste Voraussetzungen.“

Alle Kabelbaum-Informationen eines Satellitenprojekts, ob flugtauglich oder Testkabel, sind in EBs Datenmodell hinterlegt. Im Multiuser-Betrieb kann an verschiedenen Stellen im Prozess am gleichen Projekt gearbeitet werden; jeder Nutzer sieht unmittelbar die Ergebnisse der Kollegen, egal, wo sie arbeiten. Das spart Absprachen, Mehrfacheingaben und Fehler.

Einsatz verbreitern

Massendaten – bei 15.000 bis 20.000 Pin-to-Pin Verbindungen an mehreren 100-poligen Steckverbindungen je Satellit eine alltägliche Herausforderung – lassen sich komfortabel über rein alphanumerisch bearbeitbare, XLS-ähnliche Listen bewältigen. Die Ergebnisse erscheinen automatisch sofort auch auf den entsprechenden Grafiken. Automatisierte Prüfläufe sowie der einfache Austausch mit Unterbeauftragten oder nachgelagerten Applikationen, z. B. 3D oder PLM, zeichnen EB laut OHB ebenso aus wie die Windows-ähnliche Herangehensweise, die das System leicht erlernbar macht.

Erste Projekte wurden bereits an den beiden OHB-Standorten Bremen und München realisiert. Dabei habe Aucotec die Anpassung von EB an spezifische OHB-Anforderungen sehr kompetent unterstützt. Später soll die Plattform noch breiter eingesetzt werden, so Andreas Lindenthal. Dazu ist die Angleichung der Engineering-Prozesse von OHB und dem vor einiger Zeit eingegliederten Unternehmen Kayser Threde bereits geplant.

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