„Sinnvoll investiert“
Zwei erfahrene Teilnehmer über Sinn und Nutzen von Software-Trainings

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Interview mit Stefanie Müller, Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft mbH und Fabian Beierle, Pfalzwerke Netz AG

Frau Müller, Sie sind ein echter Trainings-Profi. Warum kommen Sie regelmäßig?

Müller: Als Profi würde ich mich jetzt nicht bezeichnen. Aber da es für ELCAD jedes Jahr ein neues Update gibt, finde ich es schon wichtig, die Neuerungen auszuprobieren. Für mich ist es optimal, das mit einem Trainier zu machen, dann können anfallende Fragen gleich beantwortet werden. Im Alltagsgeschäft ist einfach keine Zeit, alle Neuerungen eines Updates durchzugehen.

Herr Beierle, Sie haben auch schon an einigen Trainings teilgenommen. Warum?

Beierle: Moderne Engineering-Software wie EB (Engineering Base) bietet sehr umfangreiche Möglichkeiten und hat viele Funktionen. Man braucht schon intensive Einarbeitung, besonders für die ersten Schritte. Die Trainings ermöglichen mir einen schnellen Einstieg in die komplexe Softwareumgebung und sorgen dafür, dass ich mir von Anfang an die richtige Arbeitsweise angewöhne. Das ist eine optimale Grundlage für meine weitere Einarbeitung.

Und wie wirken sich die Trainings auf Ihre Praxis aus?

Beierle: Die Standard-Trainingsinhalte allein bringen mich schon praktisch voran, aber daneben können wir auch immer wieder spezielle Detailfragen oder branchenspezifische Lösungen klären. Das Zusammentreffen mit Vertretern anderer Energieversorger bietet immer wieder gewinnbringende Möglichkeiten zum Austausch.

Müller: Ich bin hauptsächlich für Änderungsdienste zuständig, verantworte aber auch die Übergabe einer ordnungsgemäßen ELCAD-Dokumentation an Externe und die anschließende Prüfung der Bearbeitungen. Durch die Seminare habe ich festgestellt, dass wir einiges sehr umständlich bearbeiten. Meine Arbeit wird dank der Trainings einfach effizienter. Es gibt Funktionen, die ich nicht brauche, aber in neueren Projekten nutze ich viel von dem, was mir in den Seminaren beigebracht wurde. Das Thema Symbolbau zum Beispiel war sehr hilfreich.

Herr Beierle, Ihr Unternehmen ist von RUPLAN auf Engineering Base umgestiegen. Gibt es Unterschiede bei den Trainings?

Beierle: Große Unterschiede habe ich nicht festgestellt. Da das Training für Engineering Base jedoch erstmalig Inhouse stattfand, konnten wir genauer auf unsere Wünsche und Bedürfnisse eingehen. Und durch eine spezialisierte Kleingruppe wurde das Arbeitstempo zugunsten weiterer Lehrgangsinhalte gesteigert.

Was halten Sie grundsätzlich von Inhouse-Trainings bei Ihnen vor Ort?

Beierle: Schulung vor Ort hat Vor- und Nachteile. Zwar sind die Fahrtzeiten bei Inhouse-Trainings geringer und die Gruppe kleiner, aber der Verwaltungsaufwand ist größer. Außerhalb des normalen Arbeitsumfelds operieren zu können und nicht ständig für die Kollegen greifbar zu sein, hat außerdem auch seine Vorteile.

Müller: Die Idee ist nicht schlecht, nur leider ist das bei uns sehr schwierig, da wir in einem Großraumbüro sitzen und nur zwei von sechs Leuten mit ELCAD arbeiten.

Ich komme sehr gerne nach Hannover, so kann man auch mal Erfahrungen  mit anderen Anwendern austauschen.

Geben Sie Ihre Erkenntnisse auch an den Kollegen weiter?

Müller: Ja, nach einem Training setzen wir uns zusammen und besprechen das neu erworbene Wissen. Aber mein Kollege geht auch regelmäßig zu den Trainings.

Beierle: Bei unsnehmen in der Regel alle unserer Projektbearbeiter selbst an den Trainings teil. Das macht auch Sinn, weil die Weitergabe der Lehrgangsinhalte ebenfalls Zeit in Anspruch nehmen würde und auch jeder seine individuellen Fragen hat. Im Arbeitsalltag fehlt außerdem mitunter der nötige Freiraum dafür.

Ist es dann nicht auch schwer, sich für Schulungen Zeit „freizuschaufeln“?

Beierle: Die Arbeitsabläufe verdichten sich generell und es bleibt auch für andere Dinge immer weniger Zeit übrig. Wenn wir nach einem Training jedoch effizienter arbeiten können, ist die aufgewendete Zeit durchaus sinnvoll investiert.

Müller: Stimmt, natürlich ist es immer eine zusätzliche Belastung, aber das bekommt man ja später durch verbesserte Arbeitsabläufe mehr als zurück.

Wie oft sind Trainings sinnvoll?

Beierle: Trainings sind bei einer neuen Software unerlässlich. Bei Updates ist eine Schulung zwar nicht unbedingt erforderlich, aber trotzdem oft lohnenswert. Denn wenn man sich alleine mit neuen Funktionen beschäftigt und sie wirklich sinnvoll testen und ausprobieren möchte, braucht man ja auch Zeit.

Müller: Das sehe ich genauso. Ich bin bei fast jedem Update dabei, habe aber auch schon Spezialthemen als Training belegt. Ich glaube, dass regelmäßige Schulungen wichtig sind, weil man in der täglichen Routine meist gar nicht weiß, dass man mit anderen Vorgehensweisen oder Features sehr viel effektiver wäre.

Was schätzen Sie besonders an den Trainings?

Müller: Die Vielfalt der Trainings. Es ist für jeden was dabei. Bei ELCAD-Advanced zum Beispiel kann der Anwender die Themen mit entscheiden.

Beierle: Mir gefallen besonders die offene und ungezwungene Atmosphäre, die an unser Grundwissen und unsere Fähigkeiten angepasste Geschwindigkeit und den Erfahrungsaustausch mit anderen Anwendern.

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